„Gar nicht so einfach zu finden.“ – ist die Bibliothek der Wirtschaftsuniversität, wenn man das Gelände nicht gut kennt. Vor allem, wenn man versucht mit dem Auto anzureisen. Es gibt zahlreiche Garagen rund um die Wirtschaftsuniversität Wien, wer allerdings die WU-Garage befahren möchte, muss unbedingt in Google Maps die Garage eingeben – sonst wird das eher eine langwierige Suche. Das war jedenfalls unsere erste Feststellung bei unserem Ausflug, um die futuristische Bibliothek zu erkunden.

Lage & Bau der Bibliothek

Imposant ist das Gebäude von Architektin Zaha Hadid vor allem dann, wenn man es das erste mal am Fußweg mit etwas Entfernung erblickt. Das auskragende Dach und die Mischung aus dunklen und hellen Baukörper lässt in einem das Gefühl aufkommen, man würde sich einem Raumschiff nähern. Ein Moment, den man als Architekturliebhaberin genießt und man hat auch das Gefühl, gar nicht in Wien zu sein. So anders!

 

Das Library Cafe

Bevor wir reingehen, haben wir uns noch eine kurze Pause gegönnt und uns über Blogging, aber auch andere Themen ausgetauscht. Was man so tut, wenn man mit inspirierenden Menschen in einem inspirierenden Gebäude sitzt. Diese Pause haben wir im Library Cafe genutzt, um auch dieses etwas zu erkunden. Ein self-service Lokal, das mit einer wunderbaren bunten Einrichtung auch im grauen Winter Freude macht und mit guten Cafe zu langen Gesprächen und Austausch zwischen den Studenten führt. Dabei haben wir auch davor einen typischen amerikanischen Wohnwagen Anhänger der 70er Jahre entdeckt, welcher mit seinem silberfarbenen Äußeren einen magisch an sich zieht. Drinnen wartet allerdings keine boho-chic Einrichtung, wie es in LA oft zu finden ist, sondern dort werden Burger gemacht. Diese werden auch im Library Cafe serviert. Den Geschmack kann ich zwar nicht beurteilen, aber der Anblick war richtig toll.

Die WU Bibliothek von Innen

Ist man im Library Cafe kann man das Hauptgebäude über die Seitentür betreten. Beeindruckender ist es allerdings, wenn man es durch den Haupteingang betritt. Hat man die Doppeltür hinter sich verschlossen, steht man in einem großen Saal, mit wundervollem natürlichem Licht. Die großen Glasflächen, die weißen Mauern und die spielerische Architektur bringen viel Licht in den Raum. Obwohl man meinen könnte, dass es hier ein Echo geben müsste, ist der Raum richtig ruhig und beeindruckt durch seine Höhe und Breite. Ich war schon öfter hier und pot steht nichts im Raum, so dass man die Größe genießen kann. Diesmal allerdings stehen ca. 400 Stühle in Reih und Glied (und farblich perfekt zum Raum abgestimmt), welche für eine der vielen interessanten Veranstaltungen der WU genutzt werden. Vielleicht auch etwas für dich? Eine Auswahl an Events findest du hier.

Wer in den Lesesaal und die Büchersammlung gehen möchte, muss den Gang auf der rechten Seite hinaufgehen. Oben angekommen findet man zahlreiche Schließfächer, die man für die eigenen Sachen, wie Taschen oder Mäntel, nutzen kann. Taschen sind – bis auf die durchsichtigen WU-Bibliothek-Taschen – in der Bibliothek nicht erlaubt. Hineingehen darf aber jeder und vor Ort die Bücher nutzen, welche da sind. Wer die Bücher mit nach Hause nehmen möchte und nicht als Student auf der WU inskribiert ist, muss sich einen Bibliotheksausweis ausstellen lassen. Dazu braucht man einen amtlichen Lichtbildausweis und eine Meldebestätigung aus dem Zentralregisterauszug. Damit kann man eine 4-monatskarte (€5) oder eine jahreskarte (€15) erwerben.

Ein wirklich inspirierender Platz, um sich weiterzubilden, zu studieren oder einfach sein Wissen über ein bestimmtes wirtschaftliches Thema zu erweitern und in meinen Augen ein Must-Visit für alle, die sich für contemporary architektur interessieren.

Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug mit meinen Blogging Plus Teilnehmern!